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Turntreff 2011: Ein von sportlichen Farbtupfern schimmerndes, freudvolles Gemeinschaftserlebnis

Zwei Jahre hatten die Mannheimer Turnerinnen und Turner ihren beliebten Turntreff entbehren müssen. Und so hatte das Verlangen nach dem Zusammensein mit alten Turnkameraden und nach dem stets so wunderbar passenden Sport- und Unterhaltungsprogramm eine Vielzahl, vor allem aus der Damenwelt – sie machte wieder mal das Gros der Besucher aus -, schon sehr frühzeitig zum Veranstaltungsort, dem Vereinshaus des SV 98/07 in Seckenheim geführt. Aber gleich nach dem ersten Begrüßungsgeplänkel hatten sich die Blicke der mit Leckereien wohl ausgestatteten Kuchentheke zugewandt,  und Kaffee und Süßes genießend gerieten auch die Sprechwerkzeuge rasch auf Betriebstemperatur.

So musste die Stellvertretende Gauvorsitzende Sylvia Mehl zunächst ihr ganzes Stimmvermögen in Szene setzen, um sich mit ihren Begrüßungsworten im bestens gefüllten Saal Gehör zu verschaffen. Dabei durfte sie gleich einige Karat an Ehrenamtlichkeit namentlich willkommen heißen, wie den BTB-Ehrenpräsidenten Richard Möll, den Gauehrenvorsitzenden Theo Schmitt sowie aus der Garde der Gau-Ehrenmitglieder Karlheinz Herbst und Josef Engert, den aktuellen Gauvorsitzenden Konrad Reiter, seine Gaufrauenwartin Doris Frey, Lehrwart Rolf Weinzierl und die Vertreter des Gau-Ältestenrates. Sylvia Mehl bedankte sich beim Vorsitzenden der Gastgeber vom SV 98/07, Ralph Waibel (auch er sprach ein Grußwort) für die Übernahme der Veranstaltung, sowie beim vierköpfigen, aus den Damen Doris Frey, Ria Schmich, Ingeborg Ludwig und Ruth Neuhäuser bestehenden Organisationsteam. Letztere hatte denn auch als Gaufachwartin für Senioren gleich ein Mitmachangebot für alle parat, bei dem die „Älteren Turnerinnen“ der Gastgeber als Vorturnerinnen auf der Bühne agierten. Die gleichen Damen übernahmen danach unter ihrer Leiterin Doris Frey das Kommando mit einem anspruchsvollen Tanz zu „Ay, ay, Herr Kapitän“. Prima weiter entwickelt haben sich die jungen Rope Skipper vom LSV Ladenburg unter Uli Finckhs Regie, was aus ihrer gut aufgebauten Choreografie, ihrer „Twister-Show“ zu ersehen war. Hübsch anzusehen die mit Blumensträußchen bewehrten jungen Mädels vom TV Friedrichsfeld mit ihrem Tanz „Dinosaurier“. Leitung Ina Maar. Und wenn Ria Schmich mit von der Partie ist, kommt auch der kurpfälzer Dialekt nicht zu kurz. Sie kam bei ihrem Vortrag einfach nicht auf den Namen vom „De Dings“; ein Phänomen, das nicht nur erst im höheren Alter auftritt. Eine tolle Truppe hat mit ihren acht Damen, den „Golden Girls“, die SpVgg Ilvesheim aufzuweisen, die sich zusammen mit ihrer Übungsleiterin Christel Platz mit einem fabelhaften Tanz zu „Big Spender“ viel Beifall holten, und die auch im zweiten Programmteil nochmals, wunderschön befrackt und mit feschen Zylindern auf den Häuptern, schmissig zu „Chicago“ tanzten. Dass beim LSV Ladenburg erfolgreich gearbeitet wird, hatten zuvor die Rope Skipper bewiesen, denn auch die große Turnerinnen-Gruppe des Vereins unter Marion Baumann zeigte gekonnte turnerische Fertigkeiten beim Kasten- und Bodenturnen. Ingeborg Ludwig, dieses Mal nicht im Turndress, sondern als „the voice“ ebenfalls auf der Dialekt-Schiene mit „Do hinnerum“. Das kann sie auch! Exzellentes Männerturnen von sechs von Danut Crainic betreuten jungen Buben wurden bei ihren spitzenmäßigen Darbietungen am Seitpferd, am Turnpilz, beim Minibarren und am Boden immer wieder von anerkennendem Beifall begleitet. Ingeborg Ludwig dabei, aber ohne sich selbst zu bewegen? Das bringt sie nicht übers Herz. Ihr temperamentvolles Mitmachangebot zu und mit „bäng, bäng“ heizte die Reduktion der durch Kuchen- und Tortenverzehr angehäuften Kalorienmengen an und brachte Stimmung unters Turnervolk. Von vielen noch nie gesehen: „Drums alive“, dargeboten von sechs Damen der SG Leutershausen unter Stabführung von Christine Rinderknecht. Eine Augenweide deren tänzerischen Bewegungen zwischen und dem rhythmischen Trommeln auf die wunderschönen blauen Pezzi-Bälle.

Zwischendurch waren noch die fünf Gewinner eines zehn Fragen umfassenden Quiz ermittelt und beschenkt worden. Danach, leise Töne und sanfte Bewegung. Frau Yun Qian Klingelhöfer vom TSV v. 1846 Mannheim zeigte Tai Chi in Vollendung, zunächst ohne Handgerät, danach mit Schwert und am Ende mit zwei Fächern. Eine Vorführung von äußerster Anmut! Sportlicher Schlusspunkt ein in Eigenregie erarbeitetes Show- und Akrobatik-Feuerwerk  eines kreativen Quintetts junger Leistungsturnerinnen der TSG Seckenheim, deren reifes, tänzerisches und turnerisches Können die Besucher aufs höchste beeindruckte. Doris Frey, bei der letztendlich alle Fäden zusammen gelaufen waren und die als Moderatorin, wie üblich charmant,  durch das Programm geführt hatte, leitete zum letzten Programmpunkt, zum aus vollen Kehlen gemeinsam gesungenen Badnerlied (inklusive einer extra zu dieser Veranstaltung getexteten Strophe) über, mit dem der so prächtig gelungene und angekommene Turntreff 2011 zu Ende gegangen war. Vermerke am Rande: Der Turnverein Edingen hatte mit 25 Turnerinnen und Turnern die meisten Plätze im Saal belegt. Als älteste Teilnehmerin war Frau Käthchen Erny (102 Jahre) – sie besucht noch immer die wöchentliche Übungsstunde - vom Gauvorsitzenden Konrad Reiter besonders begrüßt und mit ein paar Blümchen beschenkt worden. Allgemeiner Schlusstenor: Ein da capo des Turntreffs sollte unbedingt – geplant 2013 – erfolgen. (Rolf Schmich)

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Aktualisiert (Freitag, den 11. November 2011 um 19:27 Uhr)

 
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